
Das Projekt an der Bushaltestelle im Kuchelmißer Ortsteil Serrahn setzt ein klares Zeichen. Der zentral gelegene und täglich von Kindern und Jugendlichen genutzte Ort ist durch Vandalismus und rechtsextreme Schmierereien geprägt. Unter Anleitung eines erfahrenen Graffitikünstlers gestalteten Kinder und Jugendliche die Bushaltestelle neu. Dabei setzten sie sich aktiv mit Rechtsextremismus, Geschichte, Verantwortung und dem respektvollen Umgang mit öffentlichem Raum auseinander und schafften ein sichtbares Gegenbild, das den Ort nachhaltig aufwertet und als gemeinschaftlich geschützten Raum erlebbar macht.
Graffiti-Workshop
Der Graffiti-Workshop bediente dabei präventive Elemente wie u.a. Kriminalprävention (Respekt vor Eigentum, legale vs. illegale Graffiti), begleitete die pädagogische Auseinandersetzung mit Schmierereien, förderte die Jugendbeteiligung durch die Einbindung in Gestaltungsvorlagen und Entwürfe und schulte künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten. Die Abstimmung über die letztendliche Gestaltung erfolgte mit demokratischen Mitteln, so dass Aushandlungsprozesse unter den Teilnehmenden angestoßen und begleitet wurden. Der örtliche Jugendclub wurde aktiv in das Projekt einbezogen und diente als zentraler Ort für kreative Vorbereitung, Austausch und Projektorganisation.
Künstlerische Gestaltung & soziales Lernen
Ergänzt wird das Projekt durch regelmäßige Kochabende im Jugendclub Kuchelmiß. Hier entdecken junge Menschen Speisen aus verschiedenen Kulturen und erleben Vielfalt im Alltag. Der Jugendclub fungiert dabei als zentraler Ort für Integration und Gemeinschaftsgefühl. Das Projekt verbindet künstlerische Gestaltung mit sozialem Lernen und macht das Engagement von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im öffentlichen Raum sichtbar.




