Dorfgespräche - Demokratie lebt vom Dialog

Im Rahmen der durch den Verein ausgerichteten „Dorfgespräche“ soll zu einer Lesung mit der Autorin Judith Zander eingeladen werden, die Ihren Debütroman "Die Dinge die wir heute sagten" vorstellt. Dieser beschreibt die Geschichte einer jungen Frau, die nach ihrer Republikflucht Ende der 90er Jahre in ihr mecklenburgisches Heimatdorf zurückkehrt. Der Roman gibt in Form von Monologen Einblicke in individuelle Lebenswelten, die durch die Transformationsprozesse der Wendezeit unterschiedlich berührt wurden. Dadurch wird das Unausgesprochene hörbar. Die Lesung macht dies im doppelten Sinne deutlich und lässt erkennen, dass Demokratie vom Dialog lebt. Gerade im ländlichen Raum bietet sich eine andere gesellschaftliche Konstellation als in der Stadt. Die Dorfgemeinschaft, in der jeder jeden kennt und doch jeder für sich eigene Wege geht, ist auf ein konstruktives Miteinander und Kommunikation angewiesen. Die Lesung bereichert somit nicht nur das kulturelle Veranstaltungsangebot der Gemeinde Linstow, sondern zeigt auch auf, dass der offen geführte Dialog den Zusammenhalt fördern kann, während das Unausgesprochene die Gesellschaft zu spalten vermag. Ziel der Veranstaltung ist es über Literatur ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus regt die örtliche und historische Nähe des Romangeschehens zur Reflexion der eigenen Lebenswege an, was auch Einfluss auf die eigene Identifikation mit der Region haben kann.


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